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Sanierung Widmannbrücke: Team K Brixen kritisiert Kostenexplosion
Leider kommt es im öffentlichen Sektor immer wieder dazu, dass die anfallenden Kosten die Schätzungen übersteigen und zu einem späteren Zeitpunkt dann regelrecht explodieren – so auch jüngst in Brixen im Zusammenhang mit der Sanierung der Widmannbrücke. Die für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bedeutende Verbindung zwischen Altstadt und Köstlan sowie Milland war 2021 unter Denkmalschutz gestellt worden. Die Brücke befindet sich in einem erheblich schlechteren Zustand, als ursprünglich von Expert*innen vermutet. Nach der Entfernung der Asphaltschicht ist zutage getreten, dass die Korrosionsschäden enorm sind – die Brücke muss nun abmontiert, abtransportiert und in einer Werkstatt aufwändig saniert werden. Die veranschlagten Sanierungskosten beliefen auf 2.821.000 € und sind nun um rund 1, 9 Mio € auf 4.782.000 € gestiegen.
Die Fragen, die sich die Team K -Fraktionärinnen Sabine Mahlknecht, Elisabeth Fulterer und Verena Waldboth stellen, sind: Wer haftet, wenn eine Schätzung dermaßen von der Realität abweicht? Müsste hier nicht das Verursacherprinzip zum Tragen kommen? Gibt es Deckung seitens einer Versicherung?
Und vor allem: Wie gedenkt man, in Zukunft derartige Kostenexplosionen zu vermeiden?
Auch falls das Landesdenkmalamt einen Großteil der Mehrkosten übernehmen sollte, bleiben dies öffentliche Steuergelder, die dafür aufgebracht müssen. In Zeiten, in denen die Löhne nicht mehr bis zum Monatsende reichen, Gehaltsverhandlungen festgefahren sind, in denen soziale Berufe auch wegen der schlechten Bezahlung einfach nicht attraktiv sind und der Soziale Sektor ausgehungert wird, ist dies einfach nicht tragbar: Aufwand und Nutzen stehen in keinem angemessenen Verhältnis mehr zueinander.
Öffentliches Geld muss wieder mehr bei den Menschen ankommen, z.B. in öffentlichen Wohnbauprogrammen, aber auch als Gehalt, von dem man leben kann. Nur so wird Südtirol wieder attraktiv für unsere Jugend.



