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Am Bahnhof Brixen warten Reisende und Menschen mit Behinderungen seit Jahren auf eine echte barrierefreie Lösung. Die Gleise 2 und 3 und die Züge des mit dem Titel „Bahnhofs des Jahres“ ausgezeichneten Bahnhofs waren bislang nie oder nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar. Seit Jahren werden Umbauten und Verbesserungen angekündigt, ohne dass die Situation nachhaltig gelöst wird. Das Team K fordert rasche Lösungen.
Zusätzlich sorgte der Aufzug immer wieder für Probleme und Ausfälle. Vor über einem Monat begann die RFI mit dem Einbau eines neuen Aufzugs. Doch auch dieser funktionierte nicht zuverlässig. Nach einer Personenbefreiung am Wochenende ist der Aufzug nun erneut außer Betrieb. Damit droht Menschen mit Behinderungen, älteren Personen und Personen mit eingeschränkter Mobilität erneut eine wochenlange Wartezeit, bis der Zugang zu den Bahnsteigen wieder möglich ist.
„Hier geht es nicht nur um eine technische Panne, sondern um die Einschränkung grundlegender Rechte. Barrierefreiheit ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Seit Jahren werden Betroffene mit Provisorien, Ausfällen und Verzögerungen vertröstet. Damit werden Menschenrechte und geltende Gesetze missachtet, während gleichzeitig von Inklusion und Teilhabe gesprochen wird“, kritisiert Alex Ploner.
Besonders kritisch sei zudem, dass das barrierefrei umgebaute und erreichbare Gleis 1 nicht genutzt werde. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hatte dies unter anderem mit Auswirkungen auf die Pünktlichkeit des Zugverkehrs begründet.
„Die Pünktlichkeit darf nicht auf Kosten der Barrierefreiheit gehen. Wenn andere Bahnsteige nicht barrierefrei erreichbar sind, muss die vorhandene Infrastruktur konsequent genutzt werden. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht die Leidtragenden organisatorischer Entscheidungen sein. Spätestens jetzt muss Gleis 1 genutzt werden, um zumindest für die aus Norden kommenden Züge die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Alles andere ist fahrlässig. Wer Verantwortung trägt, muss sich an Ergebnissen messen lassen. Es reicht nicht, über Inklusion zu sprechen. Sie muss im Alltag funktionieren.“ so die Botschaft von Alex Ploner in Richtung Landesregierung und RFI.
Das Team K fordert die politisch Verantwortlichen auf, offenzulegen, welche Maßnahmen umgesetzt werden, wer dafür zuständig ist und bis wann die vollständige Barrierefreiheit am Bahnhof Brixen endlich gewährleistet wird.



