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Bettenstopp mit Hintertür: Team K will das Schlupfloch am Bauernhof schließen
Südtirol meldet einen Rekord nach dem anderen: über 38 Millionen Nächtigungen 2025, der stärkste August aller Zeiten 2026. Der Bettenstopp sollte bremsen, doch er hat ein Loch: Urlaub auf dem Bauernhof ist pauschal ausgenommen. Paul Köllensperger (Team K) fordert im Landtag klare Grenzen, damit die Ausnahme den kleinen Bergbauern dient und nicht Investoren im landwirtschaftlichen Grün.
Staus an den Pässen, vollgestopfte Öffis, überlaufene Hotspots, Wohnungen, die sich Einheimische nicht mehr leisten können: In vielen Tälern ist die Belastungsgrenze erreicht. Trotzdem wird der 2022 beschlossene Bettenstopp Stück für Stück aufgeweicht, zuletzt mit der Verlängerung der Tourismuszonen bis 2031 in 56 Gemeinden.
Die größte Lücke liegt am Hof. Laut ASTAT zählt Südtirol 3.061 Urlaub am Bauernhof Betriebe mit 32.070 Betten. Ohne Zuweisung dürfen sie weiter aufstocken, so sind noch rund ein Drittel mehr Betten möglich. Zudem sind die Gäste am Hof besonders mobil und belasten den Verkehr zusätzlich. Die nicht gewerblichen Betten sind seit 2014 um 38 % gestiegen, die Hotellerie dagegen nur um 6,3 %.
„Einem jungen Drei-Sterne-Hotelier wird jede Erweiterung verwehrt, während nebenan Chalets in die grüne Wiese gesetzt werden dürfen. Das ist keine Förderung der Landwirtschaft, das ist ein Schlupfloch bei Steuern und Raumordnung“, so Paul Köllensperger. „Wir stehen zu den bäuerlichen Familienbetrieben. Aber die Landwirtschaft darf kein Alibi für landwirtschaftsfremde Investoren sein.“
Der Beschlussantrag des Team K, über den der Landtag nächste Woche berät, verlangt eine treffsichere Ausnahme:
– nur für kleine Betriebe, deren Existenz vom touristischen Nebenerwerb abhängt;
– im Obst- und Weinbau nur für Betriebe unter 9 Hektar;
– im Grünland nur für Höfe mit mindestens 75 Erschwernispunkten.
– nur für kleine Betriebe, deren Existenz vom touristischen Nebenerwerb abhängt;
– im Obst- und Weinbau nur für Betriebe unter 9 Hektar;
– im Grünland nur für Höfe mit mindestens 75 Erschwernispunkten.
„Wer Bettenstopp sagt, muss ihn für alle ernst nehmen“, betont Köllensperger. „Sonst verliert die Politik das Vertrauen der Bevölkerung, und Südtirol seine Landschaft.“
Categoria: Data: 09/10/2026
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