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Gemeinde schließt Entsorgungsstation für Wohnmobile – ein Problem für Touristen und Bozner
Eine Anfrage mit ausführlicher Prämisse und zehn präzisen Fragen, drei Zeilen Antwort: Der Stellplatz in der Edisonstraße wird aufgelassen, ohne Angaben zu Zeitplan oder Alternativen. Für den stark verwahrlosten Platz bei der Messe gibt es keinen Termin für eine Instandsetzung. Und zu den Obdachlosen: Schweigen.
Am 6. August haben die Team-K-Gemeinderäte Thomas Brancaglion und Matthias Cologna den Stadtrat zu den beiden Camper-Service-Stellen in Bozen befragt. Jene in der Edisonstraße ist faktisch zu einem Parkplatz geworden, und die Anlagen sind beschädigt. Jene beim Bahnhof/Messe ist verschmutzt, ohne Wasser und wird von Obdachlosen als Notdurft-Ort genutzt.
Die Antwort von Stadträtin Ramoser kam am 18. September und beschränkt sich auf drei Sätze. Die Stelle in der Edisonstraße „wird aufgelassen“, weil sie nach den Umbauarbeiten am Platz schwer erreichbar sei. Wann das geschieht und was sie ersetzen soll, bleibt offen. Zur Stelle bei der Messe heißt es lediglich, für die Instandhaltung seien das Amt für Infrastrukturen und SEAB zuständig und Kontrollen seien „vorgesehen“. Die Apps führen beide Stellen weiterhin als aktiv. Die Stadtregierung antwortet darauf: „Die Verwaltung aktualisiert die Apps nicht.“
„In Bozen wird das Angebot für Wohnmobilfahrer ohne jede Planung halbiert“, erklärt Brancaglion. „Und das Problem betrifft nicht nur Touristen: Die Entsorgungsstationen dienen vor allem den vielen Boznerinnen und Boznern, die mit dem Wohnmobil von Ausflügen und aus dem Urlaub zurückkehren. Wer sie schließt, fördert genau jene wilden Entsorgungen, die sie verhindern sollten.“
Schwer wiegt auch das Schweigen zur sozialen Lage. Die Gemeinderäte hatten nach den Obdachlosen gefragt, darunter zwei junge Frauen, und nach der Einbindung der Sozialdienste. Darauf gab es keine Antwort.



