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Gute Idee abgelehnt: Keine Unterstützung für Ausbau des Mehrgenerationenwohnens
Leistbarer Wohnraum für junge Menschen, weniger Einsamkeit im Alter: Mit einem Beschlussantrag wollte das Team K das Mehrgenerationenwohnen in Südtirol gezielt fördern. Die Mehrheit lehnte den Vorschlag jedoch ab. Begründet wurde dies damit, dass bereits entsprechende Angebote und Initiativen existieren. Aus Sicht des Team K greift dieses Argument zu kurz. Gerade bei diesem Thema fehlt es an Information, Vernetzung und einer strukturierten Koordination, um aus einzelnen Projekten ein breitenwirksames und leicht zugängliches Angebot zu machen.
Viele Studierende und junge Berufstätige suchen dringend leistbaren Wohnraum. Gleichzeitig leben zahlreiche ältere Menschen allein in Wohnungen oder Häusern mit ungenutzten Zimmern. Mehrgenerationenwohnen kann diese beiden Bedürfnisse zusammenführen: durch reguläre Mietverhältnisse, begleitete Wohnprojekte und ein Zusammenleben auf freiwilliger Basis, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Davon profitieren nicht nur die Beteiligten selbst, sondern auch die Gesellschaft insgesamt.
„Die Begründung der Mehrheit überzeugt nicht. Dass es bereits einzelne Initiativen gibt, spricht nicht gegen unseren Vorschlag, sondern dafür, diese Erfahrungen weiterzuentwickeln und für mehr Menschen zugänglich zu machen. Wenn bestehende Angebote wenig bekannt und nur punktuell vorhanden sind, braucht es genau jene Vernetzung, Information und Sensibilisierung, die wir vorgeschlagen haben. Wie dies erfolgreich umgesetzt werden könnte, zeigt das von mir vorgestellte Projekt in der Stadt Padua“, sagt Alex Ploner.
Das Beispiel Padua zeigt, dass Mehrgenerationenwohnen erfolgreich umgesetzt werden kann. Dort wurden innerhalb von weniger als drei Jahren 47 generationenübergreifende Wohnprojekte realisiert, an denen mehr als 50 ältere Menschen und 45 Studierende beteiligt waren und sind.
„Die Wahrheit ist, dass es derzeit kein funktionierendes Modell gibt, um Studierenden günstigen Wohnraum zu schaffen, Das Beispiel Padova zeigt, dass dieses Modell der Mehrgenerationenwohnen ein guter Ansatz ist und einen wichtigen zusätzlichen Beitrag leisten kann. Stellen sie sich vor, ein Claudiana Student, der bei einem Arzt in Pension eine Zeitlang güntig wohnen kann. Beide hätten einen Vorteil. Diese Chance hat die Mehrheit leider ungenutzt gelassen“, erklärt Paul Köllensperger.
Das Team K wird sich weiterhin für innovative und praxisnahe Lösungen einsetzen, die an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen ansetzen. Wer über Wohnungsnot und Einsamkeit spricht, sollte auch bereit sein, neue Wege zu fördern und erfolgreiche Modelle weiterzuentwickeln, anstatt sie vorschnell zurückzuweisen.



