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Schule in der Bozner Bari‑Straße: SVP “volle Kraft zurück”
Das Projekt der Schule in der Bari‑Straße entstand als Symbol des Zusammenlebens zwischen den Sprachgruppen, in Kontinuität mit der Erfahrung der Langer‑Schulen. Heute jedoch, zwischen Rückziehern und Spannungen in der Stadtregierung, zeichnet sich eine neue Trennung ab. Das Team K kritisiert diesen Rückschritt: Es handelt sich nicht um eine technische Frage, ob diese Schule morgen funktioniert, sondern um eine politische Entscheidung, die die Zukunft der Gemeinschaft betrifft. Bozen braucht Schulen, die vereinen, nicht trennen.
„Bei der Schule in der Bari‑Straße kann man sich nicht hinter ‚technischen Fragen‘ verstecken. Die Entscheidung ist in erster Linie politisch, wie im Gemeinderat deutlich geworden ist, und muss als solche offen vertreten und diskutiert werden“, erklärt Gemeinderat Matthias Cologna.
Es geht um eine öffentliche Investition von fast 30 Millionen Euro, die mit dem erklärten Ziel vorangetrieben wurde, den Weg der Langer‑Schulen fortzusetzen. Noch im Mai 2025 bezeichnete der SVP‑Vizebürgermeister das Projekt in der Bari‑Straße als „eines der prestigeträchtigsten“ für eine Schule für beide Sprachgruppen. Italienisch- und deutschsprachige Schülerinnen und Schüler unter einem Dach, von der Grundschule bis zur Mittelschule, mit gemeinsamen Momenten, Projekten, Mensa und Pausen. Ein fortschrittliches Modell also, das in der Zivilgesellschaft breite Zustimmung und Hoffnung geweckt hat.
Heute hingegen erleben wir einen besorgniserregenden Rückschritt. Es deutet sich eine rein italienische Schule in der Bari‑Straße an, während die Langer‑Schulen zunehmend deutschsprachig werden könnten. Eine Entwicklung, die dem ursprünglichen Geist des Projekts widerspricht und die öffentliche Debatte zurückwirft. Die vorgebrachten Begründungen – Anmeldezahlen, demografische Zusammensetzung, organisatorische Schwierigkeiten oder die Ablehnung eines Teils des Lehrkörpers gegenüber Verschiebungen von nur 1,2 Kilometern – können eine politische Vision, die bis vor Kurzem noch als geteilt galt, nicht aushebeln.
Paul Köllensperger spricht Klartext: „Die Volkspartei ist wieder zurückgerudert. Schade, denn die Gesellschaft ist inzwischen weiter und ein Teil von ihr fordert eine dreisprachige Bildung. Der Schutz der Muttersprache wird dadurch keineswegs infrage gestellt, im Gegenteil: Ein zusätzliches, trilinguales Modell würde die Muttersprachenschule im Vergleich zur heutigen Realität sogar besser schützen und stärken.“
Alex Ploner ergänzt: „Es geht darum, Kinder beider Muttersprachen einander näherzubringen, nicht darum, kulturelle Identitäten zu verwässern. Wir verstehen die Vorbehalte mancher deutschsprachiger Familien, bitten aber ebenso um Verständnis für den Wunsch vieler anderer Familien, die sich schon lange eine gute mehrsprachige Bildung wünschen.“
Das Team K ist überzeugt, dass Bozen und Südtirol die Reife besitzen, einen Schritt hin zu einer stärker geeinten Gemeinschaft zu machen, einer Gemeinschaft, die Identitäten schützt, ohne auf das tägliche Zusammenleben und eine vertiefte gegenseitige Integration zu verzichten. Demografische und ethnische Veränderungen dürfen das Erlernen der Muttersprache nicht beeinträchtigen. Niemand will Entscheidungen aufzwingen, die negative Auswirkungen haben könnten. Doch Sprache bedeutet Kommunikation und Kommunikation entsteht im Zusammenleben. Die Schule ist der entscheidende Ort, um allen die Möglichkeit zur Begegnung zu geben, mit dem Engagement und der Verantwortung der Institutionen, der Lehrkräfte und der Familien. Die Entscheidungen liegen bei der Politik. Und die Politik muss dafür Verantwortung übernehmen, mit Mut und Transparenz.
Die Bozner Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie die Landtagsabgeordneten des Team K



