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Teuer, bürokratisch und unnötig: Landesregierung hält an Kurszwang für Vermieter fest
Der teure Aus- und Weiterbildungskurs für bis zu 3000 Euro bleibt. Nach der Ablehnung des Antrags zur Abschaffung des verpflichtenden Weiterbildungskurses für Privatzimmervermieter zeigt sich das Team K enttäuscht. Es ist unverständlich, warum ein derartiger Kurs überhaupt zur Pflicht gemacht wurde. Grundsätzlich bekenne sich das Team K zu Aus- und Weiterbildung. Wer sein Angebot verbessern und neue Kompetenzen erwerben wolle, solle dabei unterstützt werden. Was wir jedoch abgelehnt wird, ist der Zwang. Weiterbildung sollte einen Mehrwert bieten und nicht als bürokratische Hürde vorgeschrieben werden, betont das Team K.
In der Debatte im Landtag verwies Landesrat Luis Walcher darauf, dass der Kurs notwendig sei, um die Qualitätsstandards in der Privatzimmervermietung anzuheben. Zudem sprach er die Problematik der Schwarzvermietung und die Notwendigkeit an, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Für das Team K greift diese Argumentation jedoch zu kurz.
„Niemand stellt den Wert von Weiterbildung infrage. Aber bis heute konnte uns niemand überzeugend erklären, weshalb ausgerechnet ein verpflichtender 80-Stunden-Kurs notwendig sein soll, um gute Gastgeber und Gastgeberinnen hervorzubringen. Viele Betroffene vermieten seit Jahrzehnten erfolgreich Zimmer, haben die Leidenschaft fürs Vermieten von ihren Eltern übernommen und verfügen über einen enormen Erfahrungsschatz. Wenn diesen Menschen plötzlich vorgeschrieben wird, einen teuren Pflichtkurs zu absolvieren, dann hat das wenig mit Qualitätssicherung und viel mit Bürokratie zu tun“, erklärt Alex Ploner.
Besonders kritisch sieht das Team K die Kosten des Lehrgangs. Je nach Anbieter fallen für den 80-stündigen Kurs bis zu 3.000 Euro an. Damit gehört er zu den teuersten Weiterbildungsangeboten im Land und kostet teilweise das Zwei- bis Dreifache vergleichbarer Qualifizierungen. Zum Vergleich: Der Lehrgang zur Erlangung der Befähigung für „Urlaub auf dem Bauernhof“, der an den Landesfachschulen kostet 440 Euro und ist mit 98 Unterrichtsstunden sogar deutlich umfangreicher.
“Statt erfolgreichen Vermietern mit einem überteuerten Pflichtkurs auf die Nerven zu gehen. sollte die Landesregierung die touristische Schwarzvermietung von Zweitwohnungen über AirBnB endlich kontrollieren und bekämpfen. Zwischen einem Weiterbildungskurs und der Bekämpfung von Schwarzvermietung besteht kein nachvollziehbarer Zusammenhang. Wer Bürokratieabbau ernst meint, darf nicht ständig neue Auflagen und Kosten schaffen“, kritisiert Paul Köllensperger.
Aus zahlreichen Rückmeldungen von Betroffenen gehe zudem hervor, dass bereits geringfügige Änderungen im Betrieb, etwa eine innerfamiliäre Übergabe oder eine Anpassung der gemeldeten Zimmer, dazu führen, dass die Kurspflicht ausgelöst wird. Weiterbildung ja, Zwang nein: Die Qualität der Südtiroler Gastfreundschaft und Beherbergungsqualität in privaten Strukturen ist über Jahrzehnte durch Engagement, Erfahrung und Eigenverantwortung entstanden und nicht durch einen verpflichtenden Kurs im Wert von mehreren tausend Euro, ist das Team K überzeugt.



