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Mehr Mobilität für Menschen mit Invalidität: Südtirol Pass free soll früher greifen
Die derzeitige Zugangsschwelle von 74 % Invalidität für den Südtirol Pass free schließt viele Menschen aus, deren Alltag bereits erheblich eingeschränkt ist. Das Team K schlägt deshalb eine Absenkung auf 60 % Invalidität vor. Dies würde eine bestehende Lücke schließen und den öffentlichen Verkehr dort entlastend wirken lassen, wo Mobilität zur zentralen Voraussetzung für Selbstständigkeit und Teilhabe wird.
Der Südtirol Pass free ist kein Bonus, sondern ein sozialpolitisches Instrument, das Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen den Zugang zu öffentlicher Mobilität sichern soll. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass zahlreiche Betroffene – etwa Menschen mit chronischen neurologischen Erkrankungen, schweren psychischen Leiden, Mehrfacherkrankungen oder dauerhaften Folgen einer Krebserkrankung – trotz klarer Mobilitätseinschränkungen knapp unter der geltenden Schwelle bleiben.
„Invalidität beginnt nicht erst bei 74 Prozent. Wer einen anerkannten Invaliditätsgrad von 60 Prozent hat, lebt bereits mit erheblichen Einschränkungen, regelmäßigen Therapien und einer deutlich reduzierten Belastbarkeit. Genau für diese Menschen ist der Südtirol Pass free gedacht und genau sie erreichen wir heute nicht. Eine Absenkung der Schwelle ist kein Dammbruch, sondern eine sachlich begründete Anpassung an die Lebensrealitäten vieler Betroffener.“ argumetiert Alex Ploner seinen Vorschlag zur Absenkung der Invaliditätsschwelle.
Der Vorschlag orientiert sich an medizinischen und sozialen Fakten. Ab etwa 60 % Invalidität steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung deutlich, gleichzeitig nimmt die Fähigkeit zur selbstbestimmten Mobilität ab. Für viele ist Autofahren nicht mehr möglich oder nicht zumutbar, während regelmäßige Arzt‑ und Therapietermine an der Tagesordnung sind.
„Mit der Absenkung auf 60 Prozent senden wir ein klares politisches Signal: Südtirol wartet nicht, bis Einschränkungen extrem werden, sondern unterstützt frühzeitig und präventiv. Mobilität ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Würde und Selbstständigkeit. Gerade in einem Land mit einem starken Sozialnetz und einem Landeshaushalt von nahezu zehn Milliarden Euro ist diese Maßnahme Ausdruck von Verantwortung und sozialer Fairness.“ so Alex Ploner.
Die Kostenfrage steht dabei nicht im Vordergrund. Der Südtirol Pass free ist ein bestehendes System, dessen Erweiterung nur geringe zusätzliche Ausgaben verursacht. Dem gegenüber stehen positive Effekte wie mehr soziale Teilhabe, weniger Isolation und langfristig auch geringere Folgekosten im Sozial‑ und Gesundheitsbereich. Die Absenkung der Invaliditätsschwelle von 74 % auf 60 % wäre somit ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, inklusiven und menschenzentrierten Mobilitätspolitik in Südtirol ist das Team K überzeugt.



