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Pflegeausbildung: Team K schlägt Außenstellen vor
Damit junge Menschen nach der Pflichtschule leichter in den Pflegeberuf einsteigen können, spricht sich die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team K) für den Ausbau wohnortnaher Ausbildungsangebote aus und schlägt Außenstellen der LFS für Sozialberufe Hannah Arendt in der Peripherie vor. Ein entsprechender Vorschlag liegt bereits im Südtiroler Landtag auf.
Die Team-K-Abgeordnete sieht in der aktuellen Entwicklung rund um die duale Ausbildung zur Pflegehelferin bzw. zum Pflegehelfer eine weitere Herausforderung für die Pflegeausbildung in Südtirol. Nachdem bekannt wurde, dass das Bildungshaus Lichtenburg die duale Ausbildung künftig nicht mehr anbietet und entsprechende Ausbildungsangebote künftig von der Landesfachschule für Sozialberufe Hannah Arendt angeboten werden sollen, verweist sie auf einen von ihr bereits im Landtag eingebrachten Beschlussantrag.
„Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig stabile und gut erreichbare Ausbildungsstrukturen im Pflegebereich sind. Wenn Ausbildungsangebote wegfallen oder sich stärker auf wenige Standorte konzentrieren, wird der Zugang zur Ausbildung schwieriger – und das verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich“, erklärt Maria Elisabeth Rieder. „Mein Beschlussantrag setzt genau an diesem Punkt an. Ziel ist es, die Ausbildung im Pflegebereich zu stärken und insbesondere jungen Menschen nach Abschluss der Pflichtschule eine wohnortnahe Ausbildungsperspektive anzubieten.“
Im derzeitigen Ausbildungsangebot der LFS für Sozialberufe Hannah Arendt zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht: Für Jugendliche in den peripheren Gebieten und Tälern gibt es derzeit kein wohnortnahes Angebot der vierjährigen Berufsfachschule für Pflege und Soziales. Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, muss täglich nach Brixen oder Bozen pendeln. Für viele junge Menschen ist das ein zeitlicher und organisatorischer Aufwand. Die Alternative – ein Umzug an den Ausbildungsort – scheitert häufig an fehlenden Unterkunftsmöglichkeiten und hohen Lebenshaltungskosten. Diese Rahmenbedingungen erschweren den Zugang zur Ausbildung und führen dazu, dass viele Jugendliche den Weg in den Pflegeberuf gar nicht erst einschlagen.
“Mit meinem Beschlussantrag soll geprüft werden, ob die vierjährige Berufsfachschule für Pflege und Soziales künftig auch über Außenstellen der Landesfachschule Hannah Arendt in der Peripherie angeboten werden kann. Damit könnten Interessierte aus verschiedenen Landesteilen eine Ausbildung beginnen, ohne weite Wege oder einen Wohnortwechsel in Kauf nehmen zu müssen. Besonders das Pustertal und der Vinschgau bieten dafür gute Voraussetzungen, da dort bereits geeignete Infrastruktur und Kapazitäten in Form gut ausgestatteter Landesberufsschulen vorhanden sind“, erklärt Maria Elisabeth Rieder. „Gerade für junge Menschen, die nach der Pflichtschule eine praxisnahe Ausbildung beginnen möchten, sind wohnortnahe Angebote entscheidend. Wenn die Ausbildung nur an wenigen Standorten möglich ist, entscheiden sich viele gegen diesen Weg – obwohl sie grundsätzlich Interesse am Pflegeberuf haben.“
Der entsprechende Beschlussantrag des Team K liegt bereits im Südtiroler Landtag auf und wird demnächst im Plenum behandelt.



