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Schulentwicklung braucht Taten statt weiterer Verzögerungen
Die Qualität unserer Schulen hängt nicht nur von Lehrplänen und Unterrichtsstunden ab. Schulen müssen sich laufend weiterentwickeln, auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren und neue pädagogische Herausforderungen bewältigen. Damit das gelingt, braucht es Lehrpersonen, die Schulentwicklungsprozesse koordinieren, Innovationen begleiten und Verbesserungen anstoßen. Doch genau jene Menschen, die diese wichtige Aufgabe übernehmen, erhalten bis heute nicht die notwendige Anerkennung und Unterstützung, ist das Team K überzeugt.
Bereits im Februar hatte Alex Ploner mit einem Antrag im Landtag vorgeschlagen, die Schulentwicklung in Südtirol strukturell zu stärken und die Rahmenbedingungen für die Verantwortlichen an den Schulen zu verbessern. Ziel war es, die Schulentwicklung professioneller aufzustellen und jene Lehrpersonen besser zu unterstützen, die neben ihrer Unterrichtstätigkeit zusätzliche Verantwortung übernehmen.
„Politik und Bildungsverwaltung sprechen seit Jahren von Innovation, Bildungsqualität und der Schule der Zukunft. Wer solche Ziele ernst meint, muss aber auch die Menschen unterstützen, die diese Entwicklung an den Schulen konkret vorantreiben“, betont Alex Ploner.
Der Vorstoß wurde jedoch auf Wunsch von Landesrat Philipp Achammer mehrfach vertagt. Begründet wurde dies mit laufenden Vertragsverhandlungen im Bildungsbereich. Dabei wurde wiederholt in Aussicht gestellt, dass auch die Situation jener Lehrpersonen behandelt werde, die im Bereich der Schulentwicklung tätig sind. Zudem wurde ein eigener Vorschlag für einen gemeinsam formulierten Beschluss in Aussicht gestellt.
„Ich habe diesem Wunsch immer wieder entsprochen und den Antrag aus Kulanz ganze 8 Monate immer wieder vertagt. Ich war bereit, den Verhandlungen Zeit zu geben und auf eine gemeinsame Lösung hinzuarbeiten. Doch monatelang wurde vertröstet, ohne dass konkrete Ergebnisse vorgelegt wurden. Irgendwann ist die Geduld zu Ende. Wer monatelang um Aufschub bittet, muss irgendwann auch Ergebnisse liefern. Die Schulen warten nicht auf weitere Ankündigungen, sondern auf konkrete Verbesserungen.“, erklärt Alex Ploner.
Nach Informationen aus dem Umfeld der Verhandlungen sei die Frage der Anerkennung und Vergütung jener Lehrpersonen bis heute nicht gelöst worden. Auch der angekündigte Gegenvorschlag der Landesregierung zur Stärkung der Schulentwicklung lag nicht vor. Alex Ploner brachte damit seinen Beschlussantrag zur Abstimmung und wurde von der politischen Mehrheit, damit auch der SVP abgelehnt.
„Es wird viel diskutiert, analysiert und angekündigt, während konkrete Entscheidungen ausbleiben. Der Bildungsdialog hat viele Erwartungen geweckt. Doch gute Absichten allein verändern noch keine Schule. Wer die Schulentwicklung stärken will, muss den Verantwortlichen Zeit, Ressourcen und Wertschätzung geben. Genau darum geht es. Und genau darauf warten die Schulen und die für die Schulentwicklung Verantwortlichen weiterhin.“



