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SVP lehnt Team K Forderung zu Hitzeschutz für Krankenhäuser und Pflegeheime ab
Das Team K kritisiert die Ablehnung eines verbindlichen Hitzeschutzplans als verantwortungsloses Signal gegenüber besonders gefährdeten Menschen. Die Mehrheit im Landtag verweigert konkrete Schutzmaßnahmen für Patientinnen und Patienten, Pflegebedürftige und das Gesundheitspersonal und begnügt sich mit dem Verweis auf zukünftige Planungen.
Der Südtiroler Landtag hat heute den Beschlussantrag von Franz Ploner (Team K) für einen landesweiten Hitzeschutzplan sowie verpflichtende Hitzeschutzkonzepte in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen abgelehnt. Die Landesregierung begründete die Ablehnung damit, dass entsprechende Inhalte bereits im Klimaplan berücksichtigt würden und Vorgaben des Gesundheitsministeriums künftig in den neuen Landesgesundheitsplan einfließen sollen. Für das Team K kommt diese Argumentation einer politischen Vertagung eines akuten Problems gleich. Während Hitzewellen längst zur Realität geworden sind, fehlen weiterhin verbindliche Maßnahmen, klare Zuständigkeiten und konkrete Zeitpläne.
„Es ist unverständlich, dass ein Antrag abgelehnt wird, der auf den Empfehlungen der WHO und der EU basiert und dem Schutz besonders verletzlicher Menschen dient. Die Rekordtemperaturen dieses Sommers zeigen, dass die Gesundheitsgefahren durch Hitze nicht mehr ein Zukunftsszenario, sondern bereits Alltag sind. Wer heute nur auf Pläne verweist, statt konkrete Schutzmaßnahmen zu beschließen, nimmt vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bewusst in Kauf“, erklärt Franz Ploner.
Das Team K erinnert daran, dass in diesem Sommer mehrfach Temperaturen von über 40 Grad gemessen wurden. In zahlreichen nicht klimatisierten Patientenzimmern lagen die Temperaturen zeitweise den ganzen Tag über deutlich über 30 Grad. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und pflegebedürftige Personen sind solchen Bedingungen oft schutzlos ausgesetzt. Zudem zeigen internationale Daten die Dramatik der Entwicklung: Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts starben allein in Deutschland mehr als 16.300 Menschen hitzebedingt, der höchste Wert seit 2018. Angesichts dieser Entwicklung wäre ein verbindlicher Hitzeschutzplan für das Gesundheitswesen kein Bürokratieakt, sondern eine notwendige Vorsorgemaßnahme gewesen.
Für das Team K ist klar: Wer den Schutz der öffentlichen Gesundheit ernst nimmt, darf nicht auf die nächste Überarbeitung eines Plans warten. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime brauchen jetzt umsetzbare Vorgaben, Alarmstufen und Schutzmaßnahmen für künftige Hitzewellen.
„Die Klimakrise schlägt längst in den Krankenzimmern und Pflegeheimen durch. Umso unverständlicher ist es, dass die politische Mehrheit, vor allem die SVP, heute gegen konkrete Schutzmaßnahmen gestimmt hat. Das Team K wird weiterhin darauf drängen, dass die Gesundheit der Menschen Vorrang vor politischem Abwarten erhält“, so Franz Ploner abschließend.



