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Team K Brixen zum Athesia-Hotelprojekt auf dem Ploseberg
Wald weg, Wasser knapp, Wohnraum fehlt – ein klares Nein: Team K nimmt das Athesia-Hotelprojekt in St. Andrä ins Visier.
Fünf Türme, 398 Betten, über 15.000 Quadratmeter: Das Vier-Sterne-Superior-Hotel, das die Athesia an der Plose-Talstation in St. Andrä errichten will, sorgt in Brixen für massiven Widerstand – rund 15.000 Menschen haben die Petition gegen das Hotelprojekt unterschrieben. Auch die Team-K-Gemeinderätinnen Sabine Mahlknecht, Elisabeth Fulterer und Verena Waldboth lehnen das Projekt entschieden ab und bringen in der Oktober-Sitzung des Gemeinderats eine Anfrage mit zehn kritischen Fragen ein.
Laut Projektunterlagen bräuchte das Hotel rund 137 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag – also 137.000 Liter, über 32.000 Kubikmeter im Jahr – aus dem öffentlichen Netz. „Die Bevölkerung wird in jedem trockenen Sommer zum Wassersparen aufgerufen, und gleichzeitig soll ein Luxushotel täglich 137.000 Liter Trinkwasser bekommen? Das passt nicht zusammen“, sagt Sabine Mahlknecht. Das Team K Brixen will wissen, ob Quellen, Speicher, Kanalisation und Abwasserentsorgung überhaupt für knapp 400 Gästebetten ausgelegt sind – und wer die Kosten für etwaige notwendige Ausbauten trägt.
Für das Projekt müssten rund 1,4 Hektar Wald gerodet werden, dazu kämen umfangreiche Erdbewegungen. „Hier wird ein gewachsener Wald einem Renditeprojekt geopfert. Und die Anrainer müssten jahrelang Lärm, Staub und Schwerverkehr ertragen – auf der Plosestraße durch Milland, die für Fußgänger und Radfahrer schon heute viel zu eng ist“, kritisiert Elisabeth Fulterer. Offen ist zudem, ob das Hotel überhaupt mit der geplanten neuen Plose-Seilbahn und ihrer Talstation vereinbar ist.
Auch die Frage nach dem Personal bleibt für die Gemeinderätinnen offen. „Brixen kämpft mit einem angespannten Wohnungsmarkt und mit Fachkräftemangel. Ein Großhotel dieser Dimension könnte Mitarbeiter von kleinen, familiengeführten Betrieben abwerben – das schadet genau dem Tourismus, der unser Land ausmacht“, warnt Verena Waldboth.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt: Mit dem 30. September ist die Frist abgelaufen, bis zu der für bereits ausgewiesene Tourismuszonen eine Genehmigung vorliegen muss – sonst verfallen die Bettenrechte. Das Projekt wurde erst kurz vor Ablauf eingereicht. Das Team K fragt sich deshalb, ob die Bettenkontingente nun endgültig verfallen oder ob über Übergangsbestimmungen, Fristverlängerungen, Gesetzesänderungen oder Rekurse doch noch ein Weg gesucht wird. „Der Bettenstopp darf keine Hintertür für Großinvestoren haben. Südtirol meldet Rekord um Rekord – allein im August 6,2 Millionen Nächtigungen. Wir brauchen nicht noch ein Großhotel, sondern Maß und Mitte. Dieses Projekt gehört endgültig gestoppt“, betonen die drei Gemeinderätinnen unisono.
Categoria: Data: 01/10/2026
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