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Auf die Seiser Alm mit dem Südtirol Pass zu „vernünftigen“ Preisen? Die SVP sagt nein – die Preise bleiben für unsere Familien unerschwinglich
Leider haben die Menschen im Lande keine Lobby. Das wurde heute im Südtiroler Landtag einmal mehr deutlich, als der Beschlussantrag des Team K abgelehnt wurde, der vorsah, die Seiser Alm ganzjährig mit einer öffentlichen Buslinie zum Tarif des Südtirol Pass erreichbar zu machen. Die Mehrheit aus SVP und ihren Verbündeten stimmte dagegen. „Es handelte sich um einen einfachen und konkreten Vorschlag, um Fairness und Zugänglichkeit zu einem Gemeingut wiederherzustellen, da der Zugang zur Alm heute für unsere Familien kaum erschwinglich ist“, betont Erstunterzeichner Paul Köllensperger. „Zumindest hätte man damit teilweise den Fehler korrigiert, einem privaten Betreiber das Monopol für die Zufahrt zur Seiser Alm zu überlassen und ihm die Freiheit bei der Preisgestaltung zu geben – 30 Euro pro Person.“
Der Beschlussantrag zielte darauf ab, eine seit Jahren untragbare Situation zu korrigieren: Unsere Seiser Alm ist ausschließlich mit Verkehrsmitteln von privaten Unternehmen erreichbar, die demselben Besitzer gehören – Umlaufbahn wie Buslinie 10 – und auf beiden kostet eine Hin- und Rückfahrt 30 Euro pro Person. Ein politisch gewolltes und geschaffenes Privatmonopol, eine nahezu einmalige Situation. Eine weitere Absurdität: Nur in den Zeiträumen, in denen die Umlaufbahn außer Betrieb ist – zweimal jährlich im Frühjahr und Spätherbst – verkehrt die öffentliche Linie 179. Dann gilt das Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs und man kann den Südtirol Pass nutzen. Also nur genau dann, wenn keine Konkurrenz zur teuren Umlaufbahn besteht.
Der Vorschlag des Team K war klar und umsetzbar: den Bürger:innen zu ermöglichen, die Seiser Alm zu erschwinglichen Preisen zu erreichen, indem die private Buslinie Nr. 10 das ganze Jahr über durch die öffentliche Linie 179 ersetzt wird – mit Anwendung der regulären Tarife und damit auch der Nutzung des Südtirol Pass. Eine vernünftige Maßnahme, ohne die Umweltziele zu gefährden.
„Die Seiser Alm ist ein einzigartiger Naturraum, ein Erbe von uns allen. Doch aufgrund der hohen Kosten wird sie zu einem Ort für wenige, während die Institutionen dazu beitragen, ein Monopol zu stärken, das sich direkt auf die Ausgaben von Familien und Bürgern auswirkt“, schließt Köllensperger.



