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Das Naturjuwel Spronsertal steht unter Druck: Landesregierung gibt keine klaren Antworten zur Erschließung
Bereits zwei Almbewirtschafter hätten die Alm im Spronsertal im Herzen des Naturparks Texelgruppe verlassen, da kein befahrbarer Forstweg zu den bewirtschafteten Almen führt. Dabei wirft die Diskussion um den Ausbau und die Verbesserung des bestehenden Forstweges die grundlegende Fragen zum zukünftigen Umgang mit einem der sensibelsten und wertvollsten Naturräume auf – ein heikles Gleichgewicht ist gefragt.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger haben sich an das Team K gewandt und um Klärung bei der Landesregierung zum Vorhaben der Alminteressentschaft Sprons gebeten, wie das Spronsertal im Naturpark Texelgruppe mit einem rund drei Kilometer langen Weg von Longfall bis zur Bockerhütte laut Medienbericht erschlossen werden sollte. Team K-Landtagsabgeordneter Franz Ploner hat eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet.
Aus der nun vorliegenden Antwort von Landesrat Peter Brunner geht hervor, dass beim Amt für Natur derzeit kein konkretes Projekt vorliegt. Eine fachliche Beurteilung – etwa zur Frage, ob ein reiner Forst- bzw. Bringungsweg mit Schranke anstelle einer für den allgemeinen Verkehr geöffneten Straße möglich wäre – sei deshalb noch nicht möglich. Landesrat Walcher verweist ergänzend auf die geltenden Bestimmungen zum Kraftfahrzeugverkehr in hydrogeologisch geschützten Gebieten (LG 10/1990).
Zu den bislang geprüften Alternativen, insbesondere zur Instandsetzung der havarierten Materialseilbahn, äußert sich die Landesregierung nicht konkret: Es liege kein Projekt vor, „grundsätzlich“ sei aber davon auszugehen, dass der Projektwerber selbst Alternativen aufzeigen werde. Die Landesregierung verweist zudem auf bestehende Unterstützungsmaßnahmen für die Alm- und Berglandwirtschaft, etwa Beiträge für Landschaftspflege und Prämien im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik.
Team K sieht in der Antwort noch keine ausreichende Klärung der aufgeworfenen Fragen und wird die weitere Entwicklung des Vorhabens im Spannungsfeld zwischen Almwirtschaft und Naturschutz im Auge behalten.



