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Wer geht, wird belohnt. Wer bleibt, wird vergessen?
Während in Südtirol häufig über den sogenannten Brain Drain und die Rückkehr von Fachkräften diskutiert wird, bleiben jene jungen Menschen oft unbeachtet, die ihre Zukunft bewusst im Land aufbauen. Darauf macht die Team K Abgeordnete Maria Elisabeth Rieder aufmerksam.
„Wir diskutieren über die Abwanderung junger Talente und darüber, wie wir Menschen zurückholen können. Das ist wichtig. Aber gleichzeitig vergessen wir jene, die nie gegangen sind“, stellt Maria Elisabeth Rieder fest. Gemeint seien tausende junge Menschen, die in Südtirol eine Ausbildung absolvieren, in Handwerks- und Dienstleistungsberufen arbeiten, Steuern zahlen und sich in Vereinen und Organisationen engagieren. Sie seien es, die das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im Land mittragen.
„Ob Tischlerin, Installateur, Friseurin, Maurer, Elektriker oder Mechatroniker: Diese jungen Menschen sind das Rückgrat unseres Landes. Sie sichern den Fachkräftebedarf, übernehmen Verantwortung und vertreten Südtirol bei Berufsmeisterschaften immer wieder erfolgreich auf nationaler und internationaler Ebene“, betont die Team K Abgeordnete. Dennoch entstehe häufig der Eindruck, dass jene, die bleiben, als selbstverständlich betrachtet würden, während für Rückkehrende gezielte Anreize und Begünstigungen geschaffen werden.
„Wer bleibt, wird oft übersehen. Dabei kämpfen auch diese jungen Menschen mit den hohen Wohnkosten, steigenden Lebenshaltungskosten und den Schwierigkeiten, sich eine eigene Zukunft aufzubauen“, so die Maria Elisabeth Rieder. Besonders beim Zugang zu leistbarem Wohnraum fehle es an gezielten Unterstützungsmaßnahmen. Die Politik müsse daher stärker auch den Blick auf jene richten, die sich bewusst für Südtirol entscheiden und hier ihren Beitrag leisten. „Wir müssen uns ehrlich fragen: Was tun wir für jene jungen Menschen, die hier bleiben, arbeiten, Familien gründen und Verantwortung übernehmen? Wer Fachkräfte halten will, muss ihnen Perspektiven bieten. Wer Leistung anerkennen will, darf nicht nur über Rückholprogramme sprechen, sondern muss auch jene unterstützen, die tagtäglich zum Erfolg unseres Landes beitragen“, erklärt Rieder. Für die Abgeordnete steht fest: „Die Zukunft Südtirols wird nicht nur von jenen gestaltet, die zurückkommen. Sie wird vor allem von den vielen jungen Menschen gestaltet, die geblieben sind.“



