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Team K Brixen bezieht Stellung zum Entwurf des Gemeindeentwicklungsprogramms
Die Team K – Fraktion begrüßt ausdrücklich das diesbezügliche Procedere und die Möglichkeiten der Partizipation. Im Laufe des Prozesses gab es zahlreiche Gelegenheiten, Ergänzungen und Änderungsvorschläge einzubringen, diese wurden von uns genutzt. Einiges wurde aufgenommen, einzelne Aspekte wurden nicht berücksichtigt und einige Kritikpunkte bleiben:
Themenbereich Siedlungsgrenzen
- So sieht das Team K z.B. im Zusammenhang mit dem Leerstandmanagement das Nutzungspotenzial nicht hinreichend ausgeschöpft.
- Begrüßt wird hingegen die übergemeindliche Abstimmung bzgl. der Ansiedelung der Gewerbezonen.
Themenbereich Natur und Landschaft
- Was Grünraumplanung und Biodiversität betrifft, wäre wünschenswert, dass sich Brixen als „Gartenstadt – Schwammstadt“ etabliert.
- Entsiegelungspotenzial wurde ausgemacht – nun geht es darum, dass konkrete Maßnahmen auch zeitnah umgesetzt werden.
- Unbedingt hätte die Einhausung bzw. Untertunnelung der A22 im Siedlungsgebiet im GEP verankert werden sollen. Hingegen wurde diesbezüglich selbst die Erstellung einer Machbarkeitsstudie
abgelehnt.
- Weiters hätte die Team K-Fraktion gern die Errichtung eines Schwimmteichs in der Talsohle konkret im GEP verankert gesehen – zumindest hätten geeignete Flächen dafür ausfindig gemacht werden
können.
Themenbereich Mobilität
- Aus der Sicht des Team K wären ambitioniertere Zielsetzungen möglich, was den Modal Split zugunsten der Radmobilität betrifft. Diesbezüglich bräuchte es Tempo 30 innerhalb der Siedlungsgebiete – wie eh im NSMP vorgesehen. Weiters bauliche Maßnahmen, wie den Rückbau der
Straßen bzw. deren Umbau zu „Wohnstraßen“.
Was den Themenbereich Tourismus angeht, kann das Team K – wie schon mehrfach festgestellt – die Ausrichtung nicht teilen. Vision und Zielsetzungen im GEP hätten nicht auf der Grundlage von Anregungen von „Touristikern“ formuliert werden sollen. Das übergeordnete Ziel sollte die Lebensqualität der Bevölkerung sein.
Wie allgemein bekannt ist, wurden 2025 in Südtirol 38,2 Mio. Nächtigungen gezählt – ein Rekord, der zunächst nach Erfolg klingt: Gefüllte Kassen, prosperierende Wirtschaft. Auch Brixen hat in Sachen Tourismus eine Erfolgsgeschichte geschrieben: Insgesamt verfügt die Gemeinde über 5615 Gästebetten (2001 waren es noch 4231). Die Anzahl der Nächtigungen hat sich (seit 2001) fast verdoppelt, von 484.100 auf 840.700. Die Anzahl der nicht gewerblichen Betriebe ist von 89 (im
Jahr 2001) auf 182 gestiegen – auch dies eine Verdoppelung.
Auf dem Gemeindegebiet sind weitere Tourismuszonen ausgewiesen, qualitative Erweiterungen sollen möglich sein.
Doch man weiß auch um die Kehrseite dieser Entwicklung: verstopfte Straßen, Überfüllung, steigende Preise, immer schwierigere Personalsuche.
Das Team K Brixen ist überzeugt davon, dass Tourismus Konsens erzeugen sollte und nicht in Konflikte münden darf. Vor allem darf er nicht zur Polarisierung der Gesellschaft beitragen: zwischen jenen, die vom Tourismus finanziell profitieren und allen anderen, die sich mit den zahlreichen Nachteilen
konfrontiert sehen, die dieser mit sich bringt. Es ist unser aller Lebensraum.
Der GEP sollte nicht nur als Leitplanke und Rahmen gesehen werden, sondern die Zielsetzungen als verbindlich zu erreichen interpretiert werden.
Zusammenfassend werden einzelne Mängel in der Ausrichtung bzw. in der Prioritätensetzung, insbesondere im Bereich Tourismus ausgemacht. Die grundlegenden Zielsetzungen werden geteilt, deshalb hat die Team K – Fraktion FÜR die Genehmigung der Einleitung des Verfahrens gestimmt.



