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Hofburggarten Brixen GBL/AES und TEAM K fordern: Millionenprojekt braucht Transparenz und unabhängige Kontrolle
2,806 Millionen Euro für Kunstwerke, offene Fragen zu Gutachtern, Zeitplan und Betrieb
Der Hofburggarten ist ein bedeutendes öffentliches Projekt. Gerade deshalb braucht es bei Kosten, Planung und künstlerischen Entscheidungen größtmögliche Transparenz und vor allem unabhängige Kontrolle.
Der Gemeindeausschuss hat am 12. August 2026 Prof. Enrico Nigris von der Universität Roma Tre und Günther Oberhollenzer aus Wien mit der Bewertung der vorgesehenen Kunstwerke beauftragt. Beide waren bereits im Vorfeld in das Projekt eingebunden und hatten sich positiv zum künstlerischen Konzept von André Heller geäußert. Das stellt ihre fachliche Kompetenz nicht infrage, wirft aber Fragen hinsichtlich der Unabhängigkeit auf. Bei Kunstankäufen in Millionenhöhe muss jeder Anschein möglicher Befangenheit vermieden werden: Eine zusätzliche, unabhängige fachliche Perspektive wäre daher sinnvoll.
Medienberichten zufolge könnte sich die Eröffnung vom ursprünglich geplanten Herbst 2027 auf Frühjahr 2028 verschieben. Die Gemeinde muss daher offenlegen, warum sich der Zeitplan verändert hat und welche konkreten Schritte bis zur Fertigstellung noch ausstehen.
Ebenso braucht es ein verbindliches Gesamtkonzept für Betrieb, Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Pflege, Finanzierung und langfristige Entwicklung. Insbesondere ist zu klären, ob der Park ganzjährig öffentlich zugänglich sein wird.
Auch die seit längerem geforderte diagonale Verbindung vom südlichen Parkbereich sollte transparent geprüft werden. Ein öffentlicher Park muss nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern auch als Ort für die Bevölkerung und als Teil der städtebaulichen Verbindung gedacht werden.
Unverständlich ist zudem, warum bei der Bewertung keine Vertreter*innen der lokalen Kunst- und Kulturszene eingebunden wurden: Wurden heimische Künstler*innen oder Fachleute überhaupt kontaktiert? Wenn nicht, warum nicht?
Mit einer Anfrage verlangen die Gemeinderät*innen des Team K und der GBL/AES Antworten auf verschiedene offen gebliebene Punkte: zur möglichen Verschiebung der Eröffnung, zum Zeit- und Organisationsplan, zu den Öffnungszeiten, zur südlichen Verbindung, zu den ursprünglich vorgesehenen Expert*innen, zu den Qualifikationen und zur Unabhängigkeit der nun bestellten Gutachter, zur Einbindung lokaler Fachkompetenz sowie zu deren Vergütung.
Es geht nicht darum, Kunst zu verhindern, es geht um einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln und um nachvollziehbare, transparente und unabhängige Entscheidungen.
Bei 2,806 Millionen Euro für Kunstwerke darf die Öffentlichkeit nicht nur zuschauen. Team K und GBL/AES verlangen von der Gemeinde eine vollständige und nachvollziehbare Beantwortung der aufgeworfenen Fragen.
Categoria: Data: 11/09/2026
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