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Sonnenblumen-Band: ein konkretes Zeichen für Inklusion. Der überarbeitete Text kommt in den Landtag
In der nächsten Sitzung des Südtiroler Landtag wird der Beschlussantrag Nr. 336/25 zur Einführung des Sunflower Lanyard – des Sonnenblumen-Bandes – behandelt. Dabei handelt es sich um ein internationales Symbol, das dazu dient, unsichtbare Behinderungen und chronische Erkrankungen sichtbar zu machen.
Der Antrag gelangt nun in überarbeiteter Form in den Plenarsaal. Vorausgegangen ist ein vertiefter Austausch, der bereits in den Wochen zuvor begonnen hatte. Im Zuge der Diskussionen im vorherigen Landtagsdebattenverlauf wurde der Vorschlag zunächst eingebracht und anschließend bewusst ausgesetzt, um inhaltliche Anpassungen zu ermöglichen und auf die vorgebrachten Kritikpunkte einzugehen.
Der Text wurde in der Folge angepasst und weiterentwickelt, wobei das zentrale Ziel unverändert blieb: die Förderung einer einfachen, freiwilligen und nicht diskriminierenden Maßnahme, die mehr Verständnis, Respekt und Inklusion für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen ermöglicht – insbesondere im öffentlichen Raum, bei Dienstleistungen und in der alltäglichen Mobilität.
Die vorgenommenen Änderungen haben es erlaubt, eine breitere politische Zustimmung zu erreichen und den Antrag mit den unterschiedlichen Sensibilitäten im Landtag sowie mit den praktischen Erfordernissen der betroffenen Stellen in Einklang zu bringen. Damit wurde der Weg für eine Annahme geebnet. Dieses Ergebnis zeigt, wie Dialog und gegenseitiges Zuhören die Qualität politischen Handelns verbessern können.
Das Sonnenblumenband schafft keine neuen Verpflichtungen und führt keine Zertifizierungen ein. Vielmehr stärkt es eine Kultur der Aufmerksamkeit und Empathie – im Einklang mit den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention sowie mit den nationalen Rechtsvorschriften im Bereich der Inklusion.
„Ich kann den Nutzen des Sonnenblumenbands aus eigener Erfahrung bestätigen. Während einer Familienreise nach Dänemark kam es in einem Freizeitpark bei unserer Tochter – sie ist autistisch – inmitten einer Menschenmenge zu einer Krise. Wir wurden umgehend vom Personal unterstützt, das uns ein Sonnenblumenband zur Verfügung stellte. Ab diesem Moment waren die nicht sichtbaren Schwierigkeiten unserer Tochter für das Personal sofort erkennbar. Dadurch erhielten wir für den restlichen Tag die notwendige Aufmerksamkeit und passende Unterstützung – mit einem konkreten Unterschied für unsere Tochter und für unsere gesamte Familie.“ so Alessandro Zanforlin, Arzt, Vater und Mitglied des Vereins GretA – Genitori e rete Autismo.
„Dieser Weg“, so der Antragsteller Franz Ploner (Team K), „zeigt, dass gute Politik möglich ist: von einer richtigen Idee auszugehen, Anmerkungen ernst zu nehmen, den Text zu verbessern und zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen, die den Menschen und Familien, die täglich mit nicht unmittelbar sichtbaren Behinderungen leben, ein konkretes Signal gibt.“
Die Behandlung im Plenum bietet nun die Gelegenheit, das Engagement Südtirols für eine inklusivere Gesellschaft zu bekräftigen – eine Gesellschaft, die auf die Bedürfnisse vulnerabler Gruppen achtet und auf gegenseitigem Respekt aufbaut.



