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Team K Brixen setzt sich für zweisprachige Bildungsangebote im Kindergarten ein
Das Team K Brixen bekennt sich klar zur Bedeutung von Mehrsprachigkeit in der frühkindlichen Bildung. Im Zuge eines Beschlussantrags, der im Januar auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung steht, fordert die Partei die Einführung von zweisprachigen Bildungsangeboten im Kindergarten, um Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und das gesellschaftliche Zusammenleben zu stärken.
Der Bedarf an solchen Angeboten ist landesweit stark ausgeprägt. Die Wissenschaft belegt: Mehrsprachigkeit fördert die kognitive, sprachliche, soziale und kulturelle Entwicklung und stärkt insgesamt die Bildungschancen der Kinder. Zudem zeigen Untersuchungen, dass die frühzeitige Begegnung mit beiden Landessprachen nicht nur Sprachkompetenzen verbessert, sondern auch zur Versöhnung und zum Miteinander der Sprachgruppen beiträgt. Auch im Bereich Fachkräftesicherung eröffne das zweisprachige Bildungsangebot klare Perspektiven.
„Viele Südtirolerinnen und Südtiroler müssen ihre Italienischkenntnisse erst im Erwachsenenalter mit großem Aufwand erwerben. Das ist nicht nur ineffizient, sondern auch ungerecht und nicht mehr zeitgemäß. Frühe, zweisprachige Bildungsangebote beugen Sprachhemmungen vor und sind eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und in die soziale Kohäsion unseres Landes. “, erklärt Sabine Mahlknecht.
Die Forderung ist eindeutig: Die Gemeinden haben zwar keinen direkten normativen Spielraum, um zweisprachige Kindergartenangebote gesetzlich einzuführen. Dennoch können sie durch Initiativen und die Zusammenarbeit mit den Landesämtern aktiv vorangehen. Das Team K Brixen fordert die Einrichtung einer paritätischen Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen aller Fraktionen sowie externen Expert*innen, um die Umsetzung eines solchen Angebots zu planen und zu verwirklichen.
„Es ist Zeit, das Potenzial der Mehrsprachigkeit zu nutzen. Die Einführung zweisprachiger Angebote im Kindergarten ist eine Chance, Vorurteile abzubauen, das Verständnis zwischen den Sprachgruppen zu fördern und die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern. Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch“, betont Elisabeth Fulterer.
Verena Waldboth ergänzt: „Das aktuelle Einsprachensystem reicht nicht aus, um die sprachliche Vielfalt Südtirols abzubilden und zu fördern. Wir setzen uns für ein Konzept ein, das die Muttersprache respektiert und gleichzeitig die Zweisprachigkeit stärkt. Die Rechtslage lasse Spielräume zu, die aktiv genutzt werden müssten, um gleiche Bildungschancen in beiden Sprachen zu fördern. Ein zweisprachiger Kindergarten sei ein Gewinn für Gesellschaft und lokale Wirtschaft gleichermaßen.“
Der Beschlussantrag formuliere klare Zielsetzungen: Dort, wo zweisprachige Kindergartengruppen entstehen, sollen die Einschreibungen in Sektionen so organisiert bleiben, dass Bildungsangebote nach dem Prinzip der Muttersprache gemäß Art. 19 des Autonomiestatuts erhalten bleiben. Es handelt sich demnach um Zusatzangebote in einer oder mehreren Kindergartenklassen, in denen Deutsch und Italienisch paritätisch genutzt werden. Zweisprachige Angebote im Kindergarten sind somit möglich und mit den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen vereinbar. Die Erfahrungen aus anderen Regionen, wie dem CLIL-Unterricht oder dem bilingualen Realgymnasium in Bozen, zeigen, dass eine solche Umsetzung realistisch und sinnvoll ist.
Die Gemeinderätinnen erwarten sich in den kommenden Monaten die Umsetzung dieser Initiative, um ab dem Bildungsjahr 2026/27 zweisprachige Kindergartenangebote zu ermöglichen. Ziel ist es, bereits im Vorfeld die Bevölkerung umfassend zu informieren und einzubinden.
„Mit diesem Schritt setzen wir ein deutliches Zeichen für eine offene, fortschrittliche Bildungspolitik, die die Bedürfnisse unserer Kinder in den Mittelpunkt stellt und die Mehrsprachigkeit als wertvolles Gut anerkennt. Mehrsprachigkeit sei kein zeitweiliger Trend, sondern eine fundamentale Investition in Chancengleichheit unserer Kinder“, betonen Mahlknecht, Fulterer und Waldboth.



