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1.100 Lehrerstellen offen: Team K warnt vor strukturellem Problem an Südtirols Schulen
Die Ergebnisse der Online-Stellenwahl zeichnen ein alarmierendes Bild: An den deutschsprachigen Grund-, Mittel- und Oberschulen Südtirols bleiben weiterhin mehr als 1.100 Lehrerstellen unbesetzt. Damit bestätigt sich eine Entwicklung, vor der Lehrkräfte und Schulen seit Jahren warnen, erklärt das Team K.
Die Unzufriedenheit unter den Lehrpersonen hat längst nicht mehr nur mit Gehaltsfragen zu tun. Im Zentrum stehen zunehmend schwierige Arbeitsbedingungen, fehlende Planungssicherheit, steigende Belastungen und der wachsende Einsatz von Lehrkräften ohne die vorgesehene Qualifikation.
„Wer die Schule jahrelang lediglich verwaltet und notwendige Investitionen aufschiebt, darf sich nicht wundern, wenn das System an seine Grenzen stößt. Diese Grenzen sind mittlerweile erreicht. Lehrkräfte weisen seit Jahren auf die hohe Belastung, den Personalmangel und fehlende Perspektiven hin. Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen statt immer neuer Notlösungen.“ sagt Alex Ploner.
Besonders kritisch ist die Lage an den Mittelschulen: Rund 70 Prozent der ausgeschriebenen Stellen konnten nicht besetzt werden. Für Team K ist das kein vorübergehendes Problem, sondern ein deutliches Warnsignal für die Zukunft des Bildungssystems. Bereits heute unterrichten an den deutschsprachigen Schulen Südtirols rund 1.100 Lehrpersonen ohne den vorgesehenen Studientitel.
„Die angekündigten Ausbildungswege für Fächer wie Deutsch, Zweite Sprache, Mathematik, Integration und technische Fächer sind wichtig, kommen aber zu spät. Lehrkräfte können nicht innerhalb weniger Monate ausgebildet werden. Qualifizierung braucht Zeit und vor allem eine vorausschauende Personalplanung. Die Schule darf nicht länger verwaltet, sondern muss aktiv gestaltet werden. Südtirol braucht eine Bildungspolitik, die zuhört, mittel- und langfristig plant und entsprechend handelt. Dazu gehört auch eine umfassende Neuorganisation der Schulentwicklung und eine Neuausrichtung auch im Schulamt und so mancher Schuldirektion.“, so Alex Ploner.



