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Medizinstudium Claudiana: Nur 5 von 100 Südtiroler Bewerbern bisher zugelassen
Landtagsabgeordneter Franz Ploner (Team K) hat sich nach den Studierendenzahlen des Studiengangs „Medicine and Surgery“ an der Claudiana erkundigt. Die Antwort von Landesrat Hubert Messner zeigt: Trotz jährlicher Kosten von rund einer Million Euro für die Lehrkräfte der Università Cattolica bleibt der Südtiroler Anteil unter den Studierenden gering.
174 Studierende sind derzeit im Studiengang eingeschrieben, nur 53 davon stammen aus Südtirol. Noch deutlicher wird die Diskrepanz bei der zweiten Aufnahmeprüfung vom 20. Mai: Von 100 Südtiroler Kandidat:innen haben sich bislang nur 5 tatsächlich immatrikuliert oder präimmatrikuliert – bei insgesamt 60 verfügbaren Studienplätzen (50 für EU-, 10 für Nicht-EU-Bürger:innen). Die endgültige Zahl steht laut Landesrat erst gegen Ende des Wintersemesters fest.
Auch bei den Studienabbrüchen bleibt die Antwort vage: In den vergangenen zwei Studienjahren haben insgesamt fünf Studierende das Studium abgebrochen, Gründe wurden keine genannt.
Kostspielig bleibt der Studiengang unterdessen deutlich: 77 Lehrkräfte der Università Cattolica unterrichten 133 Fächer, 17 von ihnen sind zugleich beim Sanitätsbetrieb beschäftigt. Die Fixkosten für die Cattolica-Professor:innen beliefen sich 2024 wie 2025 auf jeweils rund 992.000 Euro.
Franz Ploner gibt Folgendes zu bedenken: „Der medizinische Studiengang sollte primär unseren Studentinnen und Studenten vorbehalten sein und mehr einheimische Ärztinnen und Ärzte hervorbringen, um dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Wenn aber nur eine Handvoll Südtiroler Bewerber tatsächlich einen Studienplatz bekommt, muss man sich fragen, ob dieses Ziel bei diesen Kosten so wirklich erreicht wird.„
Anfrage zur aktuellen Fragestunde Nr. 59/09/26-XVII | Politische Akte | Südtiroler Landtag



