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Gesundheitshotline 116117: Landesrat bleibt bei zentralen Fragen vage
rpt
Landtagsabgeordneter Franz Ploner (Team K) hat in der aktuellen Fragestunde sechs Fragen zur neuen Gesundheitshotline 116117 gestellt, die seit 15. September im Gesundheitsbezirk Bozen probeweise für ein Jahr eingeführt wird. Die schriftliche Antwort des Landesrates Hubert Messner bleibt in zentralen Punkten vage.
Ob die Nachtdienst-Bereitschaftsdienste und die Wochenend-Bereitschaftsdienste der Basismedizinerinnen und Basismediziner langfristig aufrecht bleiben, bleibt weiterhin unklar: Dieser Bereitschaftsdienst laufe vorerst weiter, eine Neuorganisation sei vorerst „noch nicht festgelegt„. Für Franz Ploner ein wunder Punkt, denn gerade bei der Betreuung schwerkranker und chronisch kranker Patientinnen und Patienten zu Hause sei der Bereitschaftsdienst der vertrauten Ärztinnnen und Ärzte unverzichtbar – über diese Hotline lassen sich komplexe Erkrankungen und Entscheidungen nicht abwickeln. Für die Palliativversorgung verweist der LR Messner auf bestehende Strukturen wie die Hauskrankenpflege und spezialisierte Hospizdienste, denen es zeitlich kaum möglich sein wird, die Basisbetreuung der Hausärztinnen und Hausärzte im weitverbreiteten ländlichen Raum zeitgerecht zu übernehmen. Ich Verweise auf die Antwort zu Frage 1 des LR.
Auffällig dünn ist zudem die Personalausstattung für einen 24 Stundendienst 365 Tage: Für die vorerst „provisorische“ Zentrale sind neun Personen vorgesehen – acht Disponent:innen und eine koordinierende Pflegefachkraft. Rechnet man mit Kosten von rund 80.000 Euro pro Kopf, kommen allein für das Personal rund eine halbe Million Euro zusammen; für das gesamte Pilotprojekt geht Franz Ploner von rund einer Million Euro aus.
Eine unabhängige Evaluierung des Pilotprojektes erfolgt nach einem Jahr durch das Gesundheitsministerium, um dann über die Abläufe, Nutzung und Weiterentwicklung dieses Pilotprojektes mit Ausrollen auf das gesamte Land zu entscheiden.
Franz Ploner resümiert: „Die Antworten zeigen, dass die Zukunft der hausärztlichen Bereitschafts- und Wochenenddienste weiterhin ungeklärt bleibt. Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber Hausärztinnen und Hausärzte brauchen Planungssicherheit und keine vagen Ankündigungen.„



