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Extreme Hitze: Die Mitte-rechts-Mehrheit lehnt alle 17 Vorschläge ab, um Bozen abzukühlen und an den Klimawandel anzupassen
Während Bozen eine der intensivsten und langanhaltendsten Hitzewellen seiner Geschichte erlebt, zeigt die Mitte-rechts-Mehrheit, dass sie nicht einmal bereit ist, auch nur einen konkreten Vorschlag zu unterstützen, um die Stadt widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen.
Im Rahmen der Debatte im Gemeinderat hat die Opposition einen Beschlussantrag mit 17 Maßnahmen zur Klimaanpassung eingebracht. Ausgangspunkt war eine mittlerweile offensichtliche Tatsache: Hitzewellen sind keine außergewöhnlichen Ereignisse mehr, sondern die neue Normalität, auf die sich Städte einstellen müssen.
Die Vorschläge reichten von kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen bis hin zu langfristigen Strategien: die Pflanzung von mindestens 400 Bäumen pro Jahr, die Entsiegelung von Plätzen und Parkflächen, die Begrünung und Beschattung öffentlicher Plätze, der Ausbau von Trinkbrunnen und Kühlungssystemen, die Einrichtung eines Netzes von Klimaschutzräumen, der Schutz älterer und besonders gefährdeter Menschen während Hitzeperioden, die Beschattung von Bushaltestellen, verlängerte Öffnungszeiten klimatisierter öffentlicher Gebäude, die Erstellung eines Zeitplans zur Verringerung städtischer Hitzeinseln sowie zahlreiche weitere Maßnahmen, die in vielen europäischen Städten bereits umgesetzt werden oder sich in Umsetzung befinden.
„Die Mehrheit hat sich entschieden, keinen einzigen dieser Vorschläge anzunehmen, mit der Begründung, sie arbeite bereits intensiv an diesem Thema. Dass dies nicht den Tatsachen entspricht, ist für alle sichtbar: Nach einem Jahr im Amt wurde für diesen Sommer keine einzige außerordentliche Maßnahme oder Initiative vorgesehen“, erklärt Team-K-Gemeinderat Matthias Cologna.
Dies ist ein besorgniserregendes politisches Signal. Während die Temperaturen weiter steigen und die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit, die Lebensqualität im öffentlichen Raum und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger immer deutlicher werden, verschiebt die Stadtregierung weiterhin Entscheidungen, die keinen Aufschub mehr dulden. Klimaanpassung ist keine ideologische Frage, sondern eine Aufgabe verantwortungsvoller Verwaltung. Sie bedeutet, die Gesundheit der Menschen zu schützen, insbesondere von älteren Menschen, Kindern, Personen, die im Freien arbeiten und anderen besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Sie bedeutet auch, den öffentlichen Raum so zu gestalten, dass die Stadt auch während der immer heißeren Sommer lebenswert bleibt.
„Deshalb werden wir weiterhin eine transversale Strategie zur städtischen Abkühlung einfordern, mit Maßnahmen auf kurze, mittlere und lange Sicht für die Bewältigung der Folgen der Klimaerwärmung bevor es zu spät ist“, so Gemeinderätin Chiara Rabini abschließend.



