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Wassereinbrüche im Bahnhof Bozen: Alfreider darf sich nicht länger hinter der RFI verstecken
Die massiven Wassereinbrüche in der Fußgängerunterführung des Bahnhofs Bozen haben heute zahlreiche Pendlerinnen und Pendler aufgeschreckt. Wasser trat an mehreren Stellen aus den Wänden aus, die Unterführung war nur mehr eingeschränkt passierbar. Das Team K hat dazu umgehend eine Landtagsanfrage (und eine Anfrage am Gemeinderat Bozen) eingereicht und fordert Transparenz über den Zustand der Infrastruktur sowie die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer.
Besonders bedenklich ist, dass ähnliche Vorfälle bereits in den vergangenen Monaten aufgetreten sind. Vor dem Hintergrund des Teileinsturzes am Bozner Justizpalast dürfen solche Warnsignale nicht ignoriert werden. Das Team K fordert daher eine umfassende technische Überprüfung der Unterführung und klare politische Verantwortung.
„Der Bozner Bahnhof ist das wichtigste Mobilitätsdrehkreuz Südtirols. Wenn dort Wasser unter Druck aus den Wänden schießt, dann geht es nicht um eine Bagatelle, sondern um die Sicherheit tausender Menschen, die täglich den Bahnhof nutzen“, erklärt Paul Köllensperger.
Kritisch sieht das Team K die Reaktion von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der bei Problemen am Bahnhof regelmäßig auf die Zuständigkeit der italienischen Bahninfrastrukturgesellschaft RFI verweist.
„Alfreider kann nicht jedes Mal auf die RFI zeigen. Wer politisch für die Mobilität in Südtirol verantwortlich ist, muss auch Verantwortung übernehmen, wenn zentrale Infrastrukturen Mängel aufweisen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten Lösungen und keine Zuständigkeitsdebatten“, so Paul Köllensperger.
Für das Team K zeigt der Vorfall einmal mehr die Grenzen der jüngst gefeierten Autonomiereform auf. Mehr Zuständigkeiten beim Wolfsmanagement mögen symbolisch wichtig sein, sie helfen den Menschen aber wenig, wenn Südtirol bei zentralen Fragen der Bahninfrastruktur und Mobilität weiterhin von anderen abhängig bleibt.
Paul Köllensperger erinnert daran, dass er bereits mehrfach Anträge und Anfragen zur Zukunft des Bahnhofs Bozen eingebracht hat. Während das Projekt eines neuen Bahnhofs seit Jahren verschoben wird, verschlechtert sich der Zustand bestehender Anlagen zunehmend. Die Wassereinbrüche werfen deshalb nicht nur technische, sondern vor allem politische Fragen auf. Das Team K fordert die Offenlegung der technischen Berichte, eine umgehende Sicherheitsüberprüfung der Unterführung sowie einen verbindlichen Zeitplan für die Zukunft des Bahnhofs Bozen. Wegducken und Schuldzuweisungen reichen nicht mehr aus.



