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Extreme Hitzebelastung in Pflegeheimen und Krankenhäusern: Hitzeschutzplan dringend notwendig
Nach den extremen Hitzewellen mit Temperaturen über 40 Grad bringt Franz Ploner in der kommenden Woche einen Beschlussantrag in den Landtag ein: Er fordert einen landesweit gültigen Hitzeschutzplan sowie ausgearbeitete Hitzeschutzkonzepte für Krankenhäuser, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, um Patient*innen, Heimbewohner*innen und Personal vor den Folgen der Hitze zu schützen.
Die Rekordhitze in den heurigen Sommermonaten hat gezeigt, wie stark das Gesundheitswesen und die Pflegeeinrichtungen durch den Klimawandel belastet werden. An mehreren Tagen wurden Temperaturen von über 40 Grad gemessen, in nicht klimatisierten Patientenzimmern und Wohnräumen wurden Temperaturen über 30 Grad und mehr gemessen. Laut Schätzung des Robert Koch-Instituts verstarben allein in Deutschland hitzebedingt mehr als 16.300 Menschen – die bislang höchste Zahl an Hitzetoten seit 2018 mit geschätzten 8.900 Fällen. Dies muss als ein Alarmsignal auch für Südtirol gelten und uns dringend zu Maßnahmen verpflichten.
In vielen öffentlichen Krankenhäusern älterer Bauart und in Pflegeeinrichtungen des Landes fehlen außenliegende Verschattung, moderne Belüftungsanlagen und/oder klimatisierte Zimmern und Aufenthaltsräume. Notaufnahmen arbeiteten an ihrer Belastungsgrenze, gleichzeitig leiden die Pflegekräfte, Ärzt*innen und Mitarbeiter*innen selbst unter der extremen Hitze – mit entsprechenden physisch-psychischen Folgen wie Leistungs- und Konzentrationsminderung
„Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zählen zur kritischen Infrastruktur und müssen auch bei extremer Hitze voll funktionsfähig bleiben. Wir dürfen kranke und pflegebedürftige Menschen nicht zusätzlichen Gesundheitsrisiken aussetzen“, so Franz Ploner.
Der eingebrachte Antrag soll die Landesregierung verpflichten, einen landesweit gültigen Hitzeschutzplan zu erstellen und eigene Hitzepläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu erarbeiten. Dabei sollten entsprechende bauliche und technische Maßnahmen nach Prioritäten umgesetzt, mobile Klimageräte für Notfälle bereitgestellt werden und ausgearbeitete Listen gekühlter Räume für den Notfall aufliegen.
Der Beschlussantrag wird in der kommenden Sitzungswoche im Südtiroler Landtag behandelt. Das Team K hofft angesichts der jüngsten Hitzewellen und der ernsthaften Gesundheitsgefahren auf eine breite Zustimmung und eine überparteiliche Unterstützung: Der Schutz der Patient*innen, der Heimbewohner*innen und des Personals vor den extremen Hitzewellen muss unser aller Anliegen sein und erfordert verbindliche Verpflichtungen, die sich in einem landesweiten Hitzeschutzplan und in den Hitzeschutzplänen der Einrichtungen niederschlagen müssen.



