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Kleine Schritte sind das große Ding. Die Vorschläge des Team K gegen den Wohnungsnotstand
Jedes Jahr verlassen 2.500 junge Menschen Südtirol, und wir wissen, dass eine der Hauptursachen der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist. Das Team K hat im Landtag einen Beschlussantrag mit fünf konkreten Vorschlägen gegen den Wohnungsnotstand eingereicht. „Die Jugend verlässt Südtirol und die Politik schaut zu. Unsere Zukunft geht verloren — auch und vor allem deshalb, weil junge Menschen keine Wohnung finden, ohne horrende Mieten zu zahlen oder sich bis zur Rente zu verschulden“, erklären der Erstunterzeichner Paul Köllensperger und der Architekt Lukas Abram, Sekretär des Team K und Mitautor des Antrags.
In aller Kürze die wichtigsten Punkte des Dokuments:
Umnutzung des bestehenden Baubestands. Büros, Lagerflächen und leerstehende Geschäfte in den Stadtzentren können in Wohnraum umgewandelt werden — durch vereinfachte Bürokratie, Verlängerung des Kubaturbonus für energetische Sanierungen und Minimierung der Urbanisierungskosten.
Einführung von Übergangswohnungen. Eine neue Kategorie von Mietwohnungen auf Zeit (maximal 5 Jahre), mit vereinfachten Mindeststandards, konzipiert für Studierende, Arbeitnehmende, Rückkehrer, Berufseinsteiger und Geschiedene. Reduzierte Privatflächen, ergänzt durch bedarfsweise buchbare Gemeinschaftseinrichtungen.
Verdichtung der Wohnviertel des geförderten Wohnbaus aus den 60er und 70er Jahren. Viele dieser Siedlungen müssen grundlegend saniert werden. Abriss und Wiederaufbau mit höherer städtebaulicher Dichte ermöglicht die Amortisierung der Kosten und die Schaffung neuer öffentlicher Wohnungen, die im Besitz der öffentlichen Hand bleiben, um Spekulationen zu verhindern.
Reaktivierung des WOBI. Das Wohnbauinstitut muss eine aktivere Rolle übernehmen — auch durch den Ankauf von Wohnungen, deren Weitervermietung zu Marktpreisen mit Deckelung und die Funktion als Garant zwischen Vermieter und Mieter. Das bestehende System der direkten Eigentumsförderung soll schrittweise durch ein Modell nach dem Vorbild von Wien oder Bologna ersetzt werden.
Schaffung einer Landesagentur für Baugrund. Die Agentur erwirbt Grundstücke oder erwirbt sie im Tauschwege. Anschließend erschließt sie diese und widmet sie dem sozialen Wohnbau. Ein Teil soll dem Mittelstand vorbehalten sein und damit für alle zugänglich sein — dieses Ziel könnte automatisch mit einer einfachen Formel erreicht werden: Mietbetrag = ein Drittel des monatlichen Nettofamilieneinkommens.



