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Seniorenwohnheime: Team K fordert Entlastung bei steigenden Kosten
Der Vorschlag des Team K, künftige Lohnanpassungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenwohnheime vollständig über die öffentliche Hand zu finanzieren, wurde abgelehnt. „Auch wenn mein Antrag keine Mehrheit gefunden hat, war die Debatte wichtig. Es geht um ältere Menschen und ihre Familien, viele machen sich Sorgen, wie sie die steigenden Kosten in Zukunft noch stemmen sollen“, erklärt Maria Elisabeth Rieder.
Seit Längerem beschäftigt sich die Team K Abgeordnete mit der Entwicklung der Heimtarife und hat dazu zahlreiche Anfragen eingebracht. Die Auswertungen zeigen große Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen. Während manche Seniorenwohnheime ihre Tarife nur geringfügig erhöht haben, kam es in anderen Häusern in den Jahren 2025 und 2026 zu Steigerungen von über 13 Prozent, teilweise sogar von mehr als 29 Prozent. „Hinter jeder Tariferhöhung stehen Menschen. Viele Heimbewohnerinnen und Heimbewohner können die Mehrkosten nicht aus eigener Tasche bezahlen. Oft sind es die Kinder und Angehörigen, die einspringen müssen. Für viele Familien wird das zu einer immer größeren Belastung.“ Der Landtagsabgeordneten ist dabei besonders wichtig, die Diskussion sachlich zu führen. Immer wieder sei in der öffentlichen Debatte der Eindruck entstanden, die steigenden Tagessätze seien ausschließlich auf die Inflationspassungen des Pflegepersonals zurückzuführen. Fairerweise muss man sagen, dass das Land bereits heute rund 90 Prozent der kollektivvertraglich bedingten Mehrkosten übernimmt und damit einen wesentlichen Beitrag leistet. Gleichzeitig haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Seniorenwohnheimen faire Gehälter verdient. Sie leisten Tag für Tag wertvolle Arbeit für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Dennoch ein Teil der Kosten verbleibt bei den Trägern der Einrichtungen. Nach Angaben einzelner Seniorenwohnheime werden diese Mehrkosten teils über höhere Tagessätze finanziert. Und mit Blick auf das Jahr 2027 steht bereits die nächste kollektivvertragliche Anpassung an.
Zusätzlich kündigte Landesrätin Pamer an, dass auch bei den Kosten für Hauswirtschafts- und Verwaltungspersonal weitere Anpassungen zu erwarten seien. Zwar werde das Land auch hier rund 90 Prozent der Mehrkosten übernehmen, ein Teil der Kosten verbleibt jedoch bei den Einrichtungen. „Ich befürchte, dass auch diese Kosten am Ende wieder bei den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Familien landen. Deshalb müssen wir rechtzeitig Lösungen finden, bevor die nächste Kostensteigerung die Betroffenen trifft. Es braucht mehr Transparenz bei den Heimtarifen. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie sich die Kosten zusammensetzen und warum die Belastungen von Heim zu Heim so unterschiedlich ausfallen,“ für Maria Elisabeth Rieder ist die Diskussion mit dieser Abstimmung nicht beendet, „gute Pflege braucht gut ausgebildetes und fair bezahltes Personal. Gleichzeitig müssen die Plätze in den Seniorenwohnheimen für alle leistbar bleiben. Beides muss möglich sein. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen.“



