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Software-Chaos durch neues EDV-System: Sanitätsbetrieb sitzt auf fast 4,7 Millionen Euro an unverrechneten ambulanten Leistungen
Landesrat Messner bestätigt auf Anfrage von Team K-Abgeordnetem Franz Ploner: Seit Dezember 2025 verschickt der Gesundheitsbezirk Brixen keine Rechnungen mehr für ambulante Leistungen. Monatlich entgehen dem Sanitätsbetrieb dadurch rund 200.000 Euro. Insgesamt stehen fast 4,7 Millionen Euro an Forderungen für ambulante Leistungen aus.
Die Antwort von Landesrat Hubert Messner auf die Landtagsanfrage von Team K-Abgeordnetem Franz Ploner bestätigt gravierende Probleme mit dem neuen EDV-System NGH: Bereits seit 1. Dezember 2025 verschickt der Gesundheitsbezirk Brixen keine Rechnungen mehr für ambulante Leistungen. Die Verrechnung der Dezember-Leistungen soll frühestens im Juli 2026 erfolgen, acht Monate nach Erbringung. Monatlich entgehen dem Betrieb dadurch rund 200.000 Euro an Einnahmen – allein für Brixen ein zeitweiliger Ausfall von rund 1,6 Millionen Euro. Seit Mai 2026 dürfte sich die Situation auch im Gesundheitsbezirk Bruneck wiederholen, wo NGH eingeführt wurde.
Aus der Antwort geht weiters hervor, dass die Außenstände für ambulante Leistungen in allen vier Gesundheitsbezirken seit 2023 auf insgesamt knapp 4,7 Millionen Euro angewachsen sind. Ob das neue System auch zu einem realen Rückgang der ambulanten Visiten geführt hat, ließ Messner offen.
Bestätigt wurden zudem mehrere Totalausfälle: Am 8. April stand die Software in allen Bezirken rund drei Stunden still, weitere Störungen betrafen im Jänner und Juni die ambulante Krankenakte sowie wiederholt die elektronische Rezeptausstellung.
Für Wartung und Support zahlt der Sanitätsbetrieb dem Hersteller GPI über vier Jahre rund 2,1 Millionen Euro, jährlich 526.562 Euro.
„Ein Betrieb, der acht Monate auf seine Rechnungen wartet und gleichzeitig Millionen für ein instabiles System zahlt, braucht dringend eine politische Kurskorrektur„, so Franz Ploner. Die politische Verantwortung dafür trage der zuständige Landesrat.



